Dragos Geschichte - Leulis

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Dragos Geschichte

Über mich

Name: Drago (gerne von mir auch Knödel oder Krümel genannt)
Rasse: Haflinger
Jahrgang: 1991

Dragos und meine Geschichte ist etwas länger:
Ich bin über viele Jahre in Österreich in die Ferien gegangen und habe mich dort nach dem tausendsten Blick in seinen Dickschädel und seine Art verliebt…ich die ursprünglich nie einen Haflinger wollte!
Nach einer etwas längerer Wartezeit kam Drago dann zu mir in die Schweiz und dann fing die Arbeit an. Drago „schrie" mit seinem Wiehern das halbe Dorf zusammen und brannt regelmässig völlig Kopflos mit mir durch. Dabei war es egal, ob da ein frisch gepflügter Acker, Menschen oder ein Auto im Weg waren.
Sogar mir, als bis dahin einigermassen mutiger Reiter, wurde bei diesen Eskapaden so unwohl, dass ich für mich entschied mit dem Reiten eine Pause einzulegen.
Diese dauerte über ein halbes Jahr und war wahrscheinlich mit ein Grund, weshalb ich heute noch ziemlich unverbeult anzutreffen bin. In dieser Zeit bin ich ausschliesslich mit ihm spazieren gegangen und haben langsam angefangen die gleiche Sprache zu sprechen.
Eines schönen Tages fasste ich mir ein Herz und seit da sind wir wieder im Sattel ohne je wieder ein Problem mit dem durchbrennen gehabt zu haben. Leider ist man immer erst hinterher schlauer, denn ich merkte erst im Nachhinein wo das Problem war: Er hat nie gelernt auch mal alleine zu sein im Gelände.
Mittlerweilen ist er ein absolutes Verlasspferd. Ich kann im Galopp filmen, über Blachen, unter Blachen, in einer Schiesserei im Wald, über Baumstämme, durch Wasser, mit Flatterband-Fahne galoppieren und noch ganz vieles mehr.
Oft sind wir auch Begleitung für etwas unsichere Pferde, denn Drago geht einfach vor und nimmt damit seinem Kollegen diese Unsicherheit.
Im Frühling 2012 überrumpelte uns ein Schicksalsschlag der mir auch heute noch schwer auf dem Magen liegt.
Eines Mittags rief der unser Stallchef an und teilte mir mit, dass Drago sein Futter nicht frisst (für Drago absolut alarmierend). Uns war klar, dass er eine Kolik hatte und der Tierarzt wurde sofort gerufen. Leider half auch das krampflösende Mittel nichts, sodass wir ihn ins Tierspital bringen mussten.
Alle Medikamente halfen nichts und nach einer Schlaflosen Nacht musste eine Entscheidung her, ob er operiert oder eingeschläfert werden sollte... Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich auf keinen Fall loslassen konnte und wir haben uns für die OP entschieden. Dabei hat er sein Kämpferherz bewiesen! Nach kürzester Zeit kämpfte er sich nach der Narkose in der Aufwachbox hoch und blieb auf dem Weg zu den Boxen so lange stocksteif stehen, bis ich bei ihm war (der wohl härteste Moment für mich!).
Am nächsten Tag zog er die Tierärztin bereits komplett durch den Stall, hatten die sich doch tatsächlich erdreistet einen Esel!! neben ihm behandeln zu wollen!
Als Drago nach 10 Tagen wieder nach Hause durfte, war ein langsames Aufbautraining angesagt. Wobei sich mein gemütlicher und lieber Drago in ein Beserker verwandelte.
Aus 10 min. Schritt machte er 5 min. Zappelschritt und die nächsten 3 min. auf der Stelle tänzeln, steigen und bocken…ich durchlitt Höllenqualen und hatte in jeder Minute schreckliche Angst, dass seine frische Operationsnaht aufgeht, was eigentlich die grösste Gefahr ist, nach einer Kolik-OP beim Pferd.
Wir haben aber auch diese Zeit geschafft und noch 3 weitere Koliken überstanden und hoffen jetzt ganz fest, dass es das nun war.
Drago ist ansonsten sozusagen wieder der Alte mit all seinem Pelz, Charm und Schrullen – halt genauso wie ich ihn liebe!

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü